Good old Germany

….. wieder am Bodensee…

Auf dem Rückweg aus der Schweiz wollen wir noch einen Zwischenstopp am Bodensee machen. Diesmal auf einem Stellplatz auf der Reichenau. Kein Campingplatz. Der Stellplatz ist mitten auf der Insel, nichts weit und breit. Herr Müller gefällt es nicht. In Meersburg gibts einen Stellplatz auf einem Bauernhof, mit deftigem Essen. Klingt super, nach 6 Wochen ohne Fleisch. Ist aber ein Parkplatz und der Bauernhof öffnet erst um 17.00 h. Also weiter, Campingplatz in der Nähe vom Schloss Maurach, total schön. Hat noch Mittagspause und es warten ca. 10 Einheiten vor uns. Es ist ja auch Seenachtsfest und Ausnahmezustand am ganzen Bodensee. Der nächste Campingplatz hat noch einen Stellplatz frei. Nicht schön und nichts in der Nähe. Keine Gaststätte, gar nichts. Eine unfreundliche Person an der Rezeption: take it, Or leave it. Wir fahren. Da ist doch noch das Hotel in Meersburg, indem wir letztes Jahr immer ganz zufällig noch ein Zimmer bekommen haben. Ein Anruf, zufällig noch ein Zimmer frei. Wir nehmen es, kurze Fahrt dorthin, auf den Parkplatz, und schon werden wir vom überaus freundlichen Chef von Hof geboten. Komisch, letztes Jahr, als wir mit dem Porsche dort waren, war es kein Problem. Also wieder weiter. Die Stimmung ist am Nullpunkt. Mo’s Temperatur am Siedepunkt. Wir sammeln uns kurz auf einem Parkplatz und beschließen, es noch einmal auf einem Platz in Ludwigshafen (Bodensee) zu versuchen, und wenn das nichts ist, weg vom See in ein Hotel zu fahren. Am Platz angekommen, die Hölle los. Wir fragen nach einem Platz und bekommen einen. Alles egal. Wir nehmen ihn. Laufen in den Ort, Vespern in einem Biergarten, Wurstsalat und Wurstplatte, richtiges Bier. Ein Traum. Noch ein Eis, zurücklaufen, duschen und, welch Wunder ist um 22.30 h Nachtruhe, die sogar eingehalten wird. SCHLAFEN!!!!!

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Hop Schwyz!

Der nächste Stopp ist in der Schweiz. Ein kleiner Platz direkt am Vierwaldstättersee. Auf der Hinfahrt war es dort schon wunderschön. Da mussten wir einfach bleiben. Stellplatz kann man sich auf einer Wiese aussuchen . Wir stehen 20m vom See , tipptopp.

Trotz aufkommendem Wind müssen wir wenigstens einmal in das türkisfarbene Wasser. Mimi findet es erfrischend , Herr Müller findet es saukalt . Danach heiß duschen und ab in den Mo. aber erst nachdem alles sturmfest gemacht ist .

Zum Glück haben wir was zu essen an Bord . Wir machen es uns mit Tomaten Mozzarella Schinken und Brötchen gemütlich während draußen die Welt untergeht . Klingt gut , war es auch 🙂

Luganer See, oder ist das eine holländische Kolonie?

Vom Comer See zum Luganer See. Da waren wir auch noch nicht. Ist nicht weit, nur über einen Berg. Aber mo hat ja einen neuen Keilriemen und schnurrt im 2. Gang die Serpentinen nach oben. Ein Riesen Platz in Porzella, aber Plätze am See. Wir kommen an und es ist noch einer frei. Wieder mal Riesen Glück. Auf dem Platz neben uns kam Jochen kurz vor uns an, mit einem unwesentlich größeren Mobil. Wir haben ihn gefragt, ob wir nicht in seine Garage fahren können, um schneller über die Steigungen zu kommen. Es ist schön hier, aber irgendwie haben 98% ein gelbes Nummernschild. Das Land muss leer sein. Was das Zillertal im Winter ist, ist das hier im Sommer. Jetzt ist auch klar, warum ganz Holland aus Hühnerfarmen besteht. Die mögen alle das Leben in Legebatterien. Zwei Nächte, zwei Gewitter mit allem drum und dran. Dass der Mo nicht weggeflogen ist, ist alles. Eine schöne Fahrt am See entlang zum nächsten stop….

Comer See, Ade!

Nach einem relativ holprigen Start (siehe Insomnia) erholte sich der Comer See nur schwerlich vom beschädigten Image .

Landschaftlich unbestritten wunderschön , enge kleine Gassen , imposante Alte Villen und die Uferpromenaden tipptopp. Selbst die Campingplätze waren ok . Der letzte sogar fast familiär . Wir haben viel Hilfe von den italienischen Betreibern , Schwaben und Hessen erfahren als Mo schlapp machte . Kurz vorm Ziel ( Campingplatz) ist die Temperatur vom Motor im roten Bereich , es stinkt . Keilriemen kaputt . Klar , kann man selber wechseln , muss man aber nicht . Zumal Herr Müller schon nach der ersten Begutachtung Öl im Auge hat . Und der Ersatzkeilriemen hat wohl auch schon ca30 Jahre auf seinen Einsatz gewartet. Aber wir sind ja im ADAC, gelbe Engel gibt’s überall ,alles gut .

Und das schöne : der halbe Campingplatz hat Anteil genommen als Mo so kränklich abgeschleppt wurde . Trotz alledem, der Comer See wurde nicht unser bester Freund . Daran könnten auch das leckere Abendessen an der Promenade, noch das sehr gute Gespräche mit einer Horber Familie , noch die netten Betreiber oder die Nähe zu Georg Clooney etwas ändern .

Ob es vielleicht an der letzen Lasagne lag , die uns noch in der Mikrowellenverpackung serviert wurde , lag ?!?!

Wir kommen wieder , aber vermutlich nicht soooo schnell ..!

Mo is back! Alle sind glücklich 🤗

Die Geschichte vom Geschäftsmann und vom glücklichen Fischer

Aus „das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky

Ein Geschäftsmann fuhr in den Urlaub um dem Alltag zu entfliehen und um seine Batterien wieder aufzuladen. Er flog in eine abgelegene Gegend und verbrachte einige Tage in einem kleinen Dorf am Meer. Ein paar Tage beobachtete er die Dorfgemeinschaft uns stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am glücklichsten und zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte gerne wissen, woran das lag, und so fragte er den Fischer schließlich, was er jeden Tag tat.

Der Mann antwortet ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zur Schule, er fuhr zum Fischen raus, und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fisch für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen. Der Geschäftsmann war fassungslos. Machen sie das jeden Tag? Fragte er. Meistens schon antwortet der Fischer. Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus. Und können Sie jeden Tag genügend Fische fangen? Fragte der Geschäftsmann. Ja, antwortet der Fischer, es gibt viele Fische. Könnten Sie mehr Fische fangen, als sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen? Erkundigte sich der Geschäftsmann weiter. Der Fischer antwortete lächelnd. Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie einfach wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen. Aber warum Fischen sie nicht den ganzen Tag und fangen do viele Fische, wie sie können? Hakte der Geschäftsmann nach. Dann könnten sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von 10 Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen können. Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. Und warum soll ich all das tun? Nun, wegen des Geldes, antwortet der Geschäftsmann. Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe setzen. Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun? Fragte der Fischer. Naja, was immer Sie möchten, nehme ich an. Sagte der Geschäftsmann. Etwa mit meiner Familie frühstücken? Ja, zum Beispiel, sagte der Geschäftsmann ein bisschen verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte. Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen? Fuhr der Fischer fort. Ich wüsste nicht, was dagegen spräche, sagte der Geschäftsmann. Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären noch genügend da. Vielleicht könnte ich dann auch meine Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenuntergang beobachten, während unsere Kinder im Meer Schwämmen? Fragte der Fischer. Sicher, alles, was Sie wollen, wobei ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften, sagte der Geschäftsmann.

Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung……

Begegnungen

Am nächsten Platz steht ein Pkw neben unserem Bus. Ein älteres Pärchen sitzt davor. Sie sind aus England und bereisen die italienischen Seen. Er hatte vor 20 Jahren einen Motorradunfall. Ihm fehlt der rechte Arm und das rechte Bein. Am Bein trägt er eine Prothese, der Arm ist nur ein Stumpf. Trotzdem hat er Schmerzen . Phantomschmerzen. Jeden Tag. Und jeden Tag entscheidet er sich neu für das Leben und jammert nicht.

Er fährt das Auto. Von England nach Italien, durch die Schweiz, Deutschland. Er steigt mit seiner Prothese die Stufen zum Leuchtturm hinauf , wo seine Frau schlapp macht. Es ist ein bewundernswerter Mensch, der einen unglaublichen Willen hat.

Die beiden übernachten in ihrem PKW auf einer Luftmatratze. Einziger Luxus ist ein kleiner Ventilator und ihr Gaskocher . Beide sind ca. 60 Jahre alt .

Da wird einem wieder das wesentliche bewusst und man sieht, auf was es eigentlich ankommt( und nicht, wie groß die Steine am Strand sind…) Es war ein tiefsinniges Gespräch mit viel Gänsehaut und feuchten Augen.

„Alles geht, nur eben anders.“

Insomnia – Auf der Suche nach Schlaf….

Eigentlich wollten wir ja mal einen Bericht als Heimscheisser über menschliche Bedürfnisse schreiben, aber dazu vielleicht später. Aus aktuellem Anlass wird der Schlafbericht vorgezogen.

Schlafentzug ist nicht umsonst eine gern angewandte Foltermethode. Inzwischen können wir ein Lied davon singen . Die Hitze im Mo, aber auch diverse andere Artgenossen haben uns an unsere Grenzen gebracht . Schreiende Kinder , bellende Hunde, feiernde Nachbarn und gefühlte ständige 40Grad . Aaaaahhhh!!!

Das letzte Mal richtig geschlafen haben wir in Savona. Dann haben wir in Elba dreimal den Platz gewechselt, nicht erfolgreich. Sind zurück aufs Festland nach Moneglia gefahren, wunderschön, aber zum schlafen nicht erfolgreich. Das stresst total. Uns beide. Der einzige der vergnügt vor sich hin schnattert und jede noch so kleine und enge Straße nimmt, ist Mo.

Mimi und Herr Müller sind GEEERREIZZZT. Unter Mos kleinem Dach fliegen die Fetzen. Wir ziehen die Notbremse und mieten uns nach sechs Stunden Fahrt ein kleines Zimmer um runter zu kommen und eine Mütze Schlaf zu bekommen.

Ein kleines Hotel in Laglio am Comer See, 400 Treppenstufen von George Clooney entfernt (kein Witz!!). Erstmal gefühlt eine Stunde geduscht, dann gut gegessen. Das kleine nun auch nicht mehr soooo kühle ruhige Zimmer entpuppt sich als das Zimmer neben den italienischen Flodders. Die Ruhe ist vorbei. Mimi schläft, Herr Müller träumt vom schlafen. Liegen doch die Ohropacks und die Schlafmaske (JA, Ihr lest richtig, soweit ist es schon) unten im Mo.

Achja, und noch was für den Glamour-Faktor: in dem Hotel sind wir übrigens nur gelandet , weil die Straße vor uns abgesperrt wurde wegen eines filmdrehs mit Jennifer Aniston… ohmygod?!?!